Call to Action
Call to Action: Warum klare Handlungsaufforderungen für eine erfolgreiche Website entscheidend sind?
Eine Website kann professionell gestaltet sein, überzeugende Inhalte bieten und viele Besucher erreichen. Doch wenn Nutzer am Ende nicht wissen, was sie als Nächstes tun sollen, bleibt ein entscheidender Teil ihres Potenzials ungenutzt.
Genau hier kommt der Call to Action, kurz CTA, ins Spiel.
Ein Call to Action ist eine gezielte Handlungsaufforderung, die Besucher dazu führt, den nächsten sinnvollen Schritt zu gehen. Das kann beispielsweise eine Kontaktaufnahme, eine Terminbuchung, eine Anfrage oder der Kauf eines Produkts sein.
Ein guter CTA verbindet damit zwei Dinge: das Interesse des Nutzers und das Ziel der Website.
Was ist ein Call to Action?
Ein Call to Action ist ein Element auf einer Website, das Nutzer zu einer konkreten Handlung auffordert.
Typische Beispiele sind:
- „Jetzt Beratung anfragen“
- „Kostenloses Erstgespräch vereinbaren“
- „Angebot erhalten“
- „Mehr erfahren“
- „Projekt starten“
- „Jetzt kaufen“
CTAs erscheinen häufig als Buttons, können aber auch als Links, Formulare oder hervorgehobene Textbereiche gestaltet werden.
Entscheidend ist weniger die Form als die Klarheit: Der Nutzer sollte sofort verstehen, was passiert, wenn er auf den CTA klickt und welchen Nutzen der nächste Schritt für ihn hat.
Warum sind Call to Actions so wichtig?
Besucher einer Website treffen ständig kleine Entscheidungen: Weiterlesen oder gehen? Eine Leistung genauer ansehen? Kontakt aufnehmen? Ein Angebot anfordern?
Eine gute Website sollte diese Entscheidungen nicht dem Zufall überlassen.
Ein klar platzierter CTA gibt Orientierung und reduziert unnötige Unsicherheit. Besonders auf Unternehmenswebsites ist das entscheidend, denn mehr Besucher allein bedeuten noch keinen geschäftlichen Erfolg.
Wenn beispielsweise 1.000 Menschen eine Website besuchen, aber niemand eine Anfrage stellt, erfüllt hoher Traffic allein seinen Zweck nur begrenzt.
Ein effektiver Call to Action kann dazu beitragen, aus Besuchern Interessenten und aus Interessenten Kunden zu machen.
Was zeichnet einen guten CTA aus?
Ein erfolgreicher Call to Action sollte vor allem klar, relevant und leicht verständlich sein.
Statt allgemeiner Formulierungen wie „Klicken Sie hier“ ist es meist sinnvoller, konkret zu kommunizieren, was der Nutzer erhält.
„Kostenloses Erstgespräch vereinbaren“ vermittelt beispielsweise deutlich mehr Informationen als ein einfaches „Absenden“.
Auch die Position spielt eine wichtige Rolle. Ein CTA sollte dort erscheinen, wo der Nutzer genügend Informationen erhalten hat, um eine Entscheidung treffen zu können. Auf längeren Seiten kann es sinnvoll sein, die zentrale Handlungsaufforderung an mehreren passenden Stellen zu wiederholen.
Dabei sollte die Gestaltung den CTA sichtbar machen, ohne dass die gesamte Website wie ein blinkendes Werbeplakat wirkt. Wenn jeder Button angeblich dringend ist, ist am Ende keiner mehr wichtig.
Primary und Secondary CTA: Nicht jede Handlung ist gleich wichtig
Auf vielen Websites gibt es mehr als eine mögliche Handlung. Deshalb kann zwischen einem Primary CTA und einem Secondary CTA unterschieden werden.
Der Primary CTA beschreibt die wichtigste gewünschte Aktion, beispielsweise:
Der Secondary CTA bietet eine Alternative für Besucher, die noch nicht bereit für diesen Schritt sind, zum Beispiel:
„Referenzen ansehen“
Diese Hierarchie hilft dabei, Nutzer gezielt zu führen, ohne ihnen nur eine einzige Möglichkeit anzubieten.
Die wichtigste Aktion sollte dabei auch visuell die höchste Aufmerksamkeit erhalten.
Wo sollten Call to Actions platziert werden?
Es gibt keine universelle Position, die auf jeder Website automatisch funktioniert. Die Platzierung sollte sich am Aufbau der Seite und am Entscheidungsprozess der Zielgruppe orientieren.
Ein zentraler CTA kann bereits im oberen sichtbaren Bereich einer Website sinnvoll sein. Weitere Handlungsaufforderungen können nach Leistungsbeschreibungen, Referenzen, Vorteilen oder anderen entscheidungsrelevanten Informationen folgen.
Besonders wichtig ist der Kontext.
Nach einer Beschreibung einer Dienstleistung ist beispielsweise „Unverbindliches Angebot anfragen“ sinnvoller als ein allgemeines „Mehr erfahren“.
Ein CTA sollte also nicht isoliert betrachtet werden. Er ist Teil der gesamten Nutzerführung.
CTA und User Experience: Warum weniger manchmal mehr ist
Einer der häufigsten Fehler besteht darin, zu viele unterschiedliche Handlungsaufforderungen gleichzeitig zu präsentieren.
„Jetzt kaufen“, „Newsletter abonnieren“, „Termin buchen“, „Mehr erfahren“, „Folgen Sie uns auf Instagram“ und „Kontakt aufnehmen“ auf demselben Bildschirm erzeugen keine bessere Conversion. Sie erzeugen zunächst einmal Entscheidungen.
Und Menschen sind erstaunlich talentiert darin, bei zu vielen Entscheidungen einfach gar keine zu treffen.
Eine klare visuelle Hierarchie hilft deshalb dabei, die Aufmerksamkeit auf die wichtigste Aktion zu lenken.
Gutes CTA-Design bedeutet nicht, möglichst viele Buttons einzubauen, sondern die richtige Handlung im richtigen Moment anzubieten.
Wie sollte die Performance eines CTA gemessen werden?
Auch ein optisch überzeugender CTA sollte nicht ausschließlich nach persönlichem Geschmack bewertet werden.
Entscheidend ist, ob er funktioniert.
Dafür können beispielsweise Klickrate, Formularabschlüsse, Kontaktanfragen, Buchungen oder Verkäufe analysiert werden.
Auch unterschiedliche Texte, Positionen oder Gestaltungsmöglichkeiten können getestet werden. Ein sogenannter A/B-Test ermöglicht beispielsweise den Vergleich zweier Varianten, um anhand tatsächlicher Nutzerdaten zu untersuchen, welche Version besser funktioniert.
So wird aus einer gestalterischen Entscheidung eine messbare Optimierung.
Was passiert, wenn Call to Actions schlecht umgesetzt werden?
Ein unklarer oder schlecht platzierter CTA kann dazu führen, dass Nutzer die Website verlassen, obwohl grundsätzlich Interesse vorhanden war.
Typische Probleme sind unverständliche Formulierungen, zu viele konkurrierende Buttons, schlecht sichtbare Handlungsaufforderungen oder ein CTA, der zu früh eine große Entscheidung verlangt.
Auch übertriebener Druck kann kontraproduktiv sein. Aggressive Aufforderungen, künstliche Verknappung oder irreführende Buttons können kurzfristig Aufmerksamkeit erzeugen, gleichzeitig aber das Vertrauen in eine Marke beschädigen.
Im schlimmsten Fall investiert ein Unternehmen erfolgreich in Webdesign, SEO oder SEA, gewinnt relevante Besucher und verliert sie anschließend genau dort, wo eigentlich eine Conversion entstehen sollte.
Ein guter Call to Action macht den nächsten Schritt einfach
Ein erfolgreicher Call to Action muss nicht laut oder aggressiv sein. Er muss vor allem klar und sinnvoll sein.
Nutzer sollten verstehen, welche Handlung möglich ist, welchen Nutzen sie davon haben und was anschließend passiert.
Professionelles Webdesign endet deshalb nicht bei Farben, Typografie oder schönen Bildern. Es berücksichtigt immer auch die Frage:
Was soll ein Besucher auf dieser Seite als Nächstes tun?
Wenn die Website darauf eine klare Antwort gibt, wird aus einer rein informativen Website ein strategisches Instrument, das Besucher gezielt durch ihre Customer Journey führt und konkrete Unternehmensziele unterstützt.